Mikroskopie

Auch in der Standardausführung wird ein regelmäßiges Imaging von frei programmierbaren Kulturbereichen im Hellfeld- (phasenkontrastartige Visualisierung mittels Echtzeit-Softwareaufbereitung) ermöglicht. Das Imaging stellt eine optimale Ergänzung der metabolischen Sensoren dar, da hierdurch sowohl morphologische Änderungen als auch prozessrelevante Zustände visualisiert und aufgezeichnet werden können. Softwareseitig sind die Einzelbilder einer Kultur noch im laufenden Experiment auch als Zeitrafferaufnahmen mit beliebiger Geschwindigkeit abspielbar. Hierbei werden insbesondere Veränderungen in der Mobilität von Zellen erkannt.

Die folgenden Bilder zeigen unbehandelte Fibroblasten (links) im Vergleich zu einer mit einer toxischen Substanz versetzen Kultur (rechts). Der Verlust der natürlichen Morphologie, die Kondensationen im Zellinneren und das Auflösen des Zellmonolayers sind erkennbar. Dies sind sehr deutliche Zeichen einer zellularen Schädigung.

Eine besondere Ausführung des Intelligent Microplate Readers ist die Integration eines automatisierten Mikroskops mit bis zu vier frei wählbaren Objektiven und drei frei definierbaren Filterkonfigurationen.

Kultur Mikroskop unbehandelt
Zellen Mikroskop

Mit Hilfe von speziellen Fluoreszenzfärbemethoden, die auch automatisiert mit der systemeigenen Robotik realisierbar sind, können bestimmte Komponenten der Zelle hervorgehoben werden. Beispielsweise der Zellkern, um die Kulturaufnahmen einer software-automatisierten Zellzählung zugänglich zu machen.