Sensorplatte

Sensorplatten leer

Herzstück des Intelligent Microplate Reader ist eine zweiteilige Sensor-bestückte Multiwellplatte aus Polycarbonat (biokompatibel, weniger unspezifische Proteinbindungen). Diese bietet 24 Messkammern, in deren Sensorbereichen Zellen unabhängig voneinander beprobt werden können. Dadurch ist es möglich, gleiche oder unterschiedliche Zellen innerhalb eines Experimentes parallel mit verschiedenen Wirkstoffgruppen zu beproben und statistisch bewertbare Ergebnisse zu erhalten.?

In jedem Well befinden sich zwei optochemische Sensoren (Optroden) zur Messung des extrazellulären pH-Werts und der Gelöstsauerstoff-Konzentration. Darüber lässt sich die zelluläre metabolische Aktivität quantifizieren. Die Optroden sind auf der Bodeninnenseite der Multiwellplatte aufgebracht. Optional kann zusätzlich eine Elektrodenstruktur zur Messung der zellulären Impedanz in unmittelbarer Nähe genutzt werden. Diese erlaubt Rückschlüsse auf die Zellmorphologie und die Zelldichte. Der transparente Plattenboden ermöglicht die Bildgebung im Durchlicht- und Fluoreszenzverfahren.

IMR Sensor-Platte
Fluidik Sensor-Platte
3-Kammersystem

Die Versorgung der Zellen mit Nähr- und Wirkstoffen und der Abtransport des verbrauchten Mediums werden über eine integrierte Mikrofluidik realisiert. Jedes Well setzt sich aus drei miteinander verbundenen Kammern zusammen, der eigentlichen Mikroreaktionskammer, in der sich die Zellen befinden, und jeweils zwei Seitenkammern, die als Schnittstelle für den Pipettierroboter dienen. Die Mikroreaktionskammer wird nach oben über einen Reduktionseinsatz abgeschlossen. Dadurch bildet sich ein definiertes Mikrovolumen aus, in dem die zellulären Signale äußerst sensitiv zwischen den äußeren Kammern detektiert werden können.

Das 3-Kammersystem ist in Verbindung mit den Pipettierzyklen so gestaltet, dass durch die hydrostatischen Druckunterschiede zwischen den Kammern ein laminarer und gleichmäßiger Medienaustausch in der Mikroreaktionskammer realisiert wird. Der Medienaustausch erfolgt dabei in definierten Zeitabständen, die vom Anwender individuell festgelegt werden können. Während der Ruhephasen zwischen den Pipettierzyklen werden die Daten der metabolischen Sensoren und der Bildgebung gewonnen.